Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V.

Formloser Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung für Palliativpatienten

Download des Antragsformulars (formlos)

Grundsätzlich kann die Einstufung in einen Pflegegrad für einen Palliativpatienten mittels Formblatt "Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung" (bei jeder Niederlassung einer Krankenkasse erhältlich) oder mit einem formlosen Schreiben beantragt werden. Unser Palliative-Care-Team kann den Palliativpatienten bzw. seine Angehörigen beim Antrag unterstützen, wenn eine SAPV-Verordnung vorliegt.

Beschleunigung des Verfahrens

Um das Verfahren zu beschleunigen ist es wichtig, auf dem Antrag deutlich den Begriff "Palliativpatient" zu notieren.

Das bewirkt (gemäß § 18 SGB XI), dass der Antrag innerhalb einer Woche vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) bevorzugt bearbeitet wird. Erforderliche Hilfsmittel können durch dieses Verfahren innerhalb kürzester Zeit beantragt und nach Genehmigung zeitnah zur Verfügung gestellt werden.

Die AHPV hat für die formlose Beantragung auf Leistungen der Pflegeversicherung ein PDF-Formular erstellt, das für alle Palliativpatienten zur Verfügung steht.

Formloser Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung für Palliativpatienten

§ 18 Abs. 3 SGB Xl

Der zugrundeliegende Paragraph ist der § 18 Abs. 3 SGB Xl - Hervorhebung für Palliativpatienten:

(3) Die Pflegekasse leitet die Anträge zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit unverzüglich an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung weiter. Dem Antragsteller soll spätestens fünf Wochen nach Eingang des Antrags bei der zuständigen Pflegekasse die Entscheidung der Pflegekasse schriftlich mitgeteilt werden. Befindet sich der Antragsteller im Krankenhaus oder in einer stationären Rehabilitationseinrichtung und

1.  liegen Hinweise vor, dass zur Sicherstellung der ambulanten oder stationären Weiterversorgung und Betreuung eine Begutachtung in der Einrichtung erforderlich ist, oder
2.  wurde die Inanspruchnahme von Pflegezeit nach dem Pflegezeitgesetz gegenüber dem Arbeitgeber der pflegenden Person angekündigt,

ist die Begutachtung dort unverzüglich, spätestens innerhalb einer Woche nach Eingang des Antrags bei der zuständigen Pflegekasse durchzuführen; die Frist kann durch regionale Vereinbarungen verkürzt werden. Die verkürzte Begutachtungsfrist gilt auch dann, wenn der Antragsteller sich in einem Hospiz befindet oder ambulant palliativ versorgt wird. Befindet sich der Antragsteller in häuslicher Umgebung, ohne palliativ versorgt zu werden, und wurde die Inanspruchnahme von Pflegezeit nach dem Pflegezeitgesetz gegenüber dem Arbeitgeber der pflegenden Person angekündigt, ist eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung spätestens innerhalb von zwei Wochen nach Eingang des Antrags bei der zuständigen Pflegekasse durchzuführen und der Antragsteller seitens des Medizinischen Dienstes unverzüglich schriftlich darüber zu informieren, welche Empfehlung der Medizinische Dienst an die Pflegekasse weiterleitet. In den Fällen der Sätze 3 bis 5 muss die Empfehlung nur die Feststellung beinhalten, ob Pflegebedürftigkeit im Sinne der §§ 14 und 15 vorliegt. Die Entscheidung der Pflegekasse ist dem Antragsteller unverzüglich nach Eingang der Empfehlung des Medizinischen Dienstes bei der Pflegekasse schriftlich mitzuteilen.

 

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Fortbildungen 2019

Fortbildungsprogramm von 11 regionalen Anbietern: Über 90 Termine vom Halbtageskurs bis zur mehrwöchigen Palliative-Care-Qualifikation, zudem Beratungsstellen und Trauerangebote.

Download "Fort- und Weiterbildungsangebote in Hospizarbeit und Palliativversorgung der Region Augsburg 2019" (114 Seiten)

Download Fortbildungskalender Übersicht 2018

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