Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V.

SAPV-Mustervertrag in Bayern

Der Bayerische Mustervertrag beschreibt in der Präambel neben der Wiedergabe einiger Grundsätze der gesetzlichen Krankenversicherung die Grundzüge der SAPV.

Diese Präambel enthält aber einen wichtigen Teilsatz, dessen Geist sich durch den weiteren Vertrag zieht: "Die SAPV ergänzt das bestehende Versorgungsangebot, ..."

Wie jeder Vertrag ist auch dieser ein Kompromiss - und die Frage, wie die SAPV sich nahtlos in die bestehende Versorgung einer Region einfügt und diese ergänzt, bleibt weniger eine Frage des Vertrags als davon, wie der Vertrag in der Region gelebt wird.

Wenn Sie sich für den Vertrag im Ganzen interessieren:
Download des Mustervertrags vom 30.07.2009 als PDF (1,29 MB)

Präambel

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) dient dem Ziel, die Lebensqualität
und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, zu fördern und zu
verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer häuslichen
Umgebung oder in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 72 SGB XI, der
Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, der Kinder- und Jugendhilfe zu ermöglichen.
Versorgungsunsicherheiten, die zu unnötigen und die Versicherten stark belastenden
Krankenhauseinweisungen führen, sollen durch die in der SAPV vorgehaltenen besonderen
Expertisen vermieden werden. Symptome und Leiden sollen einzelfallgerecht und gemäß
dem Willen des Versicherten und gemäß den Grundsätzen von Palliative Care gelindert oder
behoben werden.

Die Versorgung des Versicherten bedarf einer besonderen Fachkompetenz in der
Versorgung Schwerstkranker und Sterbender. Die Leistungen müssen ausreichend und
zweckmäßig sein, sie orientieren sich an dem individuellen Hilfebedarf des Versicherten,
dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten und müssen wirtschaftlich erbracht
werden. Das soziale Umfeld wird als wesentlicher Faktor für das Verbleiben im gewohnten Umfeld in
die Versorgung mit einbezogen.

Die SAPV ergänzt das bestehende Versorgungsangebot, insbesondere das der
Vertragsärzte, Krankenhäuser und Pflegedienste einschließlich der Versorgungsangebote
der allgemeinen ambulanten palliativmedizinischen Versorgung (AAPV). Je nach Umfang der
Patientenversorgung, vor allem aber bei der Vollversorgung i.R. der SAPV, kann die SAPV
im Einzelfall die Regelversorgung nach dem SGB V ersetzen.

 

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Fortbildungsprogramm von 11 regionalen Anbietern: Über 90 Termine vom Halbtageskurs bis zur mehrwöchigen Palliative-Care-Qualifikation, zudem Beratungsstellen und Trauerangebote.

Download "Fort- und Weiterbildungsangebote in Hospizarbeit und Palliativversorgung der Region Augsburg 2019" (114 Seiten)

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Kontakt

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