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Handlungsfeld II – Versorgen

Der AHPV ist nicht direkt in der Versorgung tätig, er dient als Plattform für Projekte, die die hospizlich palliative Versorgung verbessern. Indirekt ist er an der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung beteiligt, die durch sein Tochterunternehmen "Augsburger Palliativversorgung gemeinnützige GmbH", kurz APV, erbracht wird.

Projekte und Aktivitäten in der Versorgung

Bevorratung von Notfallmedikamenten für die Palliativversorgung

Das Projekt "Verbesserung der palliativ-medizinischen Versorgung im ärztlichen Not- und Bereitschaftsdienst durch eine Arbeitshilfe für die Bevorratung mit palliativmedizinisch relevanten Notfallmedikamenten“ lief von 2015 bis 2018.

Das Problem:

Der gemeinsame Arbeitskreis der Ärzte und der Apotheker im Rahmen der Arbeit am Gemeinsamen Rahmenkonzept stellte fest, dass im palliativen Notfall in der Nacht oder an Wochenenden oft die gewünschten Medikamente nicht verfügbar sind – weder im ärztlichen Notfallkoffer noch in den diensthabenden Apotheken. Dass Apotheken allerdings auch keine Liste haben, welche Wirkstoffe zur Bevorratung empfohlen sind. Konsequenz aus der nicht rechtzeitigen Verfügbarkeit bestimmter Medikamenten ist dann oft eine – vom Patienten nicht gewünschte – Einweisung in ein Krankenhaus.

Die Lösung:

Um diese Situation zu verbessern, erstellte und konsentierte der Apotheker-Ärzten-Arbeitskreis 2016 eine bewusst sehr kurze Liste an Medikamenten. Diese 9 Wirkstoffe/10 Medikamente ermöglichen es, die wesentlichen Symptome in der Palliativversorgung vor Ort überbrückend zu behandeln, wenn keine sinnhafte kurative Behandlungsoption mehr besteht und eine Krankenhauseinweisung vermieden werden soll.

Um diese Liste bei den Apotheken und Ärzten der Region bekannt zu machen und die Bevorratung der entsprechenden Medikamente sicherzustellen, kooperierte der AHPV mit der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK), dem ärztlichen Kreisverband Augsburg und dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV).

Die Umsetzung: Arbeitshilfen für Apotheken und Ärzte

Für die Umsetzung in die Praxis wurden drei Arbeitshilfen mit den notwendigen Informationen entwickelt: ein Flyer, eine DIN-A4-Übersicht und eine DIN-A6-Karte. Die DIN-A4-Übersicht wurde speziell für den Aushang im Back-Office von Apotheken entwickelt, die DIN-A6-Karte für die ärztliche Kitteltasche. Die Arbeitshilfen wurden per Post an Apotheken, Ärzte und Pflegeheime in der Stadt Augsburg sowie den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg verschickt. Seit 2018 stehen sie auch online zum Download zur Verfügung.

Ethische Beratungen im ambulanten Kontext

Ethische Beratungen helfen in komplizierten Versorgungssituationen, eine Basis zu finden, die dem Wunsch des Patienten entspricht und allen Beteiligten Handlungssicherheit gibt. Der AHPV hat dazu ein entsprechendes Formular entwickelt.

Details unter Ethisches Basis-Assessment